Die Gesetze der Priesterkönige

“Always be wary of any helpful item that weighs less than its operating manual.”
— Terry Pratchett

GIgereske Mützen

Erfindungen auf Gor sind beschränkt durch die Gesetze der Priesterkönige. Während medizinische und architektonische Beschränkungen nicht existieren, so wird die Forschung auf den Gebieten der Waffentechnik und Transportation streng reguliert und befindet sich ungefähr auf antikem Niveau. Leute die gegen die ungeschriebenen gesetze der PRiesterkönige verstoßen, werden meist von Agenten der Priesterkönige aufgespürt und vergehen in einem mysteriösen “blauen Feuer”. Oft entscheiden sich die Priesterkönige auch mal eine ganze Stadt dem Erdboden gleichzumachen um solche Versuche bereits im Vorraus zu verhindern und die Furcht der Menschen wach zu halten. Nach den Nestkriegen in Band Vier ist diese allgegenwärtige Überwachung durch die Priesterkönige jedoch stark geschwächt, da erstmal die Kolonie im Sardargebirge aufgebaut werden muss. Es ist unklar, ob und wie stark im “jetzigen Gor” diese Überwachung ist.

Was jedoch klar erlaubt ist, sind jegliche medizinischen und architektonischen Erfindungen. solange sie keine Bedrohung für die Priesterkönige und Menschheit bedeuten (Ich sag nur Anthraxkriege), so das unterm Strich doch eine Menge zu erfinden bleibt, sollte man sich für einen Baumeister entscheiden. Ws zum Beispiel in den letzten Bänden on Gor medizinische Wirklichkeit wurde waren so mächtige Dinge wie:

1. Der Jungbrunnen, ein Unsterblichkeitsserum, das gleichzeitig körperlich verjüngt. (Witness of Gor)
2. Der Sklavenwein in den späteren Bänden der nun nur noch 1x im Leben gegeben werden muss und solange hält bis Brutwein gegeben wird
3. Künstliche Befruchtung
4. Geräte zum Auswerten der DNA, Mikroskope

An Alltagsgegenständen gibt es dagegen z.B.

1. Leuchtkugeln die von Scheinwerfern bis zu Blitzlichtern bis zu ganz normalen Lampen alles abdecken, jedoch wie alle “modernen” Sachen auf Gor nicht überall vorkommen.
2. Goreanische Feuerzeuge
3. Heizdecken
4. Tarnstäbe, Sklavenstäbe, Kaiilastäbe
5. Übersetzungsmaschinen
6. Schriftrollenvorleser

Ein bisschen erinnert mich Gor damit an eine technisch abgespeckte Version der Steampunk-Welten, wo eben die Technik nicht der alleinige Heilsbringer ist, sondern eine Annehmlichkeit die im vorbeigehen einfach existiert. Der Fokus liegt dabei aber nach wie vor auf dem einfachen Leben und die Gegenstände scheinen ziemlich teuer zu sein, so das ihre Verbreitung auch entsprechend gering ist. Was ich dagegen aber nicht verstehe ist, warum eine reiche Stadt z.B. nicht sich eine Stadtbeleuchtung aus Leuchtkugeln gönnen kann, ohne das Spieler aufschreien- während sie wohlgemerkt in mittelalterlichen Fachwerkhäusern wohnen, die mit Gor an sich so garnichts zu tun haben. Diese Diskrepanz nervt mich mehr als andere, da immerhin sowas auch meine ROlle ausmacht. Und ich rede nur von bereits etablierte Erfindungen. Ja, um einen einfachen Taser zu erfinden braucht die Baumeisterkaste die Unterstützung der Heiler…für einen Stab der nur schocken soll! Das ist eine einzige unkonsistente Geschichte der Technik die im RP null bei der Ausgestaltung einer Baumeisterrolle hilft. Fazialpalmierung ist vorporgrammiert.

Sollte jemand also für seine Sim ein Radio oder Musikmaschinen erfinden, dann begibt er sich freiwillig in eine Welt des OOC Schmerzes.
Sicherlich hätten die Priesterkönige nichts gegen solche Dinge (steht jedenfalls nirgends), aber das Problem ist, das man es den SPIELERN nicht wirklich recht machen kann. Am besten erfindet man nur Dinge, die im Spiel so gut wie gar keine Auswirkungen auf die Leute haben. Ein Geschirrspüler vielleicht (auch wenn sowas stinkenlangweilig wäre). Aber selbst das scheint schon Overkill, da fragen sie bestimmt auch ob die Stadt nun nicht von Priesterkönigen gezappt wird… Einerseits ist Gor so in Stein gemeißelt, das viele sich schlicht weigern irgendwelche weiterentwickelten Ideen zu akzeptieren (und seis auch nur ein Geschirrspüler), andererseits wird Technik auf Gor von 98% aller Spieler auch einfach ausgeblendet und übertrieben mißtrauisch betrachtet…Grund das zu ändern!

Es steht zwar in den Büchern, das die Goreaner eher rußende und stinkende Fackeln den teuren Leuchtkugeln bevorzugen und einfach leben, daraus leite ich allerdings kein generelles MIßtrauen gegenüber Technik ab, sondern vermute eher, das die Baumeister einfach ihre Sachen zu teuer machen.

Will heißen letztendlich ist das seltene Vorkommen technischer Geräte keine kulturelle oder traditionelle Sache, sondern einfach eine wirtschaftliche. Und das KANN ich zumindest in Lydius ändern!

Für die Zukunft halte ich alles Hightech erstmal aus der Öffentlichkeit heraus. Allerdings werde ich entsprechende Experimente mit freiwilligen Freien(und unfreiwilligen Unfreien) machen und dann wird sich zeigen ob sich eine neue Erfindung durchsetzen kann und mal wieder Lydius als der Hort des Fortschritts gelten wird.

Oh mein Mund bewegt sich, ich rede schon wieder zu viel. Dabei gibts noch viel wissenschaftliches zu erledigen, außerdem brauch ich irgendeine schicke Mütze mit Hörnern…*reibt sich die Hände und geht wieder in Blender bauen*

Daten! Daten! Daten! Zum Abschluß mal ein wunderbares Lied für meinen Baumeister:

Noch denke ich über ein passendes Motto für meinen Laden nach. Schwanke zwischen “Wenn es zappt, dann ists ein Zeichen, das es klappt” oder “Lydius Mechanica – Das beste im Norden.” oder… “Die Zukunft für Jederman” oder “OHPRIESTERKÖNIGENICHTDENKNOPF!!” …warscheinlich brauch ich dazu wieder mal jede Menge Kuchen um das optimale Ergebnis zu evaluieren…

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2 thoughts on “Die Gesetze der Priesterkönige

  1. Im Moment hast Du wirklich deutliche Discworld-Tendenzen. Und das finde ich gut!
    Du brauchst noch einen Igor um Deinen wahnsinnigen Wissenschaftler komplett zu machen. 😉

  2. stillerhimmel says:

    *Grinst* Igor ist schon vorhanden, jedoch weicht er bis auf den Sprachfehler deutlich vom Original ab – und das ist ehrlich gesagt auch ganz gut so 😉

    Mit den Discworld Tendenzen hast du mich erwischt…meine Entwüfe für superleichte Behälter aus Plastik erinnern irgendwie an dreibeinige Vulos, da ists bis zu Truhe nicht mehr weit…

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