3. Alcuin

Es kam wie es kommen musste- das Geld wurde knapp, er wurde erkannt und nach langem Kampf gestellt. Das Urteil lautete Tod durch Erhängen. Alles Betteln und flehen half nichts, das Seil lag schon um seinen Hals, als es sich der Hauptmann der Wache doch anders überlegte und ihn stattdessen als Sklaven an den nächstbesten Mann verkaufte der da kam.

Der Mann ging in den hohen Norden, wo es selbst im Sommer recht kalt war für Alcuin, wie ich mich inzwischen nannte. Nichts sollte mehr auf den gesuchten Lucius aus Kasra hindeuten. Mit der Versklavung war seine Vergangenheit eh ausgelöscht.

Doch wen sah er in der großen Halle sitzen, als er dort hineingestoßen wurde? Niemand anderen als Charon, der recht verblüfft zu dem in Sklavenketten daliegenden Freund hinabschaute. Er war verbannt und ich war versklavt, was für ein Schicksal! Wir hätten uns Tage lang ausheulen können über Pech im Leben, als der ruppige Ragnar dem ich nun gehörte, mir einen Säbel vor die Füße warf und auf mich zukam. Ein Test? Oder nur Grausamkeit? Ich hatte schon oft gehört da manche Freie nur mit Sklaven spielen und wenn si sehen das der Sklave sich wehren wird, dann töten sie ihn erst recht.

Ich nahm die Waffe, zögerlich und wich vor dem riesigen Kämpfer zurück. Er kam hinterher und als wir das Ende der Hall erreicht hatten und ich nirgendswo mehr hin konnte, packte er mich. Da stand ich nun in seinem Griff, es wäre alles vorbei gewesen, meine Chance wäre ungenutzt und ich wäre für den Rest meines Lebens nicht mehr als ein Gegenstand. NEIN!

Ich zappelte und schrie und tatsächlich gelang es mir mich zu befreien. Alte Reflexe kehrten zurück, das Training das mir Charon mit den Waffen eingeprügelt hatte übernahm die Kontrolle und ich ging in Kampfstellung, den Säbel erhoben, ließ ihn ein paarmal in Ragnars Richtung sausen: “Entweder du kämpfst nun richtig gegen mich oder du gibst mir den verdammten Schlüssel für mein Collar, damit das hier beendet ist. Entscheide dich!” Rief ich, grimm entschlossen wenigstens mit der Waffe in der Hand zu sterben.

Doch Ragnar lachte stattdessen fröhlich und warf mir den Schlüssel für mein Collar zu, dann hieß er mich als Krieger und freier Mann in seiner Halle willkommen. Auch Charon schien stolz über meinen Mut, der Tag war gerettet, jetzt würde es aufwärts gehen.

Eine Sklavin gab mir später wärmere Kleider aus dem Fundus der Nordleute, die sie von Beutezügen mitgebracht hatten. Nun kann ich hoffnungsvoll in die zukunft sehen. Hier im Norden bin ich kein Verbrecher mehr, sondern nur ein Südländer wie Charon auch. Es wäre ein guter Punkt für einen Neuanfang…

Skin: Imagen —  (IS) Gael – Shaved (Bald/Smooth)

Hair: Aden — Juliana  I (White) (Discontinued)

Eyes: Poetic Eyes — pc eyes by LL – summer – sunflower (m)

Tunic: Black Rose — Wanderer Blue

Shoes: Shiny Things — Comfy Boot foot – charcoal

Legwraps: Quality Designs by Eric Humby — Boot Viking Black

White Shirt: Stephania Vuckovic (via Xstreet) — Yule Linen Shirt

Cloak: Urts & Shoots by Melanie Burnstein — Wintertag white

Scimitar: LR Weapons — Shimitar of Pirate (two handed)

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