Was einen Kajirus ausmacht

Aus der Sicht der Bücher sind Kajiri oft die Loser von Gor und stehen vom Ansehen her noch unter den Sklavinnen.

Nur wenige Männer WERDEN zu Sklaven- das sind meist Schuldner oder Verbrecher bei denen die Versklavung der üblicheren Körperstrafe vorgezogen wird.
In der Regel werden gerade die vielgespielten Seidensklaven GEZÜCHTET.
Man IST also vielmehr auf Gor oft bereits bei der Geburt zum Sklaven bestimmt, ähnlich wie die Kaste bei anderen den Beruf bestimmt.

Ein Sonderfall sind die in den Büchern wenig bis garnicht beschriebenen Sklavenhaltung der Panthermädchen, die allerdings eher eine befristete Gefangenschaft ist. Diese endet entweder mit dem Tod oder dem Verkauf des Mannes. Als demütigendes Zeichen wird den Männern oft der Scheitel ausrasiert, das zeigt das er mal Gefangener von Frauen war.
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Ein weiterer (seltener) Sonderfall sind entführte Erdlinge, die wegen ihrer den Erdlingen zugesprochenen Schwäche vor Frauen sich perfekt als Sklave eignen.

Daraus ergibt sich für Sklaven folgendes Berufsbild:
In der Regel arbeiten die allermeisten Sklaven im Strassenbau oder Bergwerken unter härtesten Bedingungen. Arbeiten, die kein Mann lange überlebt. Und eine Rolle die in SL Gor definitiv nicht zu realisieren ist.

Die Gefangenen der Panther und die Seidensklaven der Städte dagegen, sind meist in Besitz einer Stadt/Stammes oder einer Einzelperson und in SL die Regel (auch wenn Kajirus eher eine seltene Rolle ist). Sie werden oft wie eine Kajira mit dem Körper eines Mannes gespielt und das ist eine Sache die eigentlich vom Hintergrund her falsch ist. Ich möchte ein bischen erläutern warum und was eigentlich den Kajirus von einer Kajira unterscheidet:

“Ich weiß nicht ob es euch interessieren würde,” sagte er. “Es gibt männliche Seidensklaven, mit schönen Gesichtern, symmtrischen Proportionen, anmutige Burschen, sanft, empfindsam, harmlos. Sie sind trainiert darauf der Sklave einer Frau zu sein.”
“Sie sind diese Sorte Mensch” sagte er, “mit denen eine Lady ihren Tratsch und ihre kleinen Geheimnisse teilt, ihre Taten und Gedanken. Sie würden sich an eurer Kette ziemlich gut machen. Ihr könnt stolz auf sie sein, wenn sie fleissig ihre Aufgaben erledigen, eure Gemächer sauberhalten und euren Freunden dienen.”
“Sie sind nicht besonders männlich oder?” fragte sie. “Ich finde Männlichkeit so vulgär und beleidigend.”
“Ihr braucht keine Angst zu haben,” sagte er. “Sie wurden nach ihrer Natur ausgewählt, die da ist, der Sklave einer Frau zu sein.”~Fighting Slave of Gor

Es gibt auf Gor grob gesehen zwei Typen Kajiri.

Der erste gleicht eher einem gefangenen Panther, der nur auf eine Gelegenheit wartet aus seinem Käfig auszubrechen und die Herrin zu unterwerfen, die ihn demütigt. Sie sind meist kräftig gebaut, von eher maskulinem Gebaren (Macho :P) und kuschen dennoch vor den Freien und befolgen zähneknirschend jeden Befehl um nicht ihren Zorn zu erwecken. Sie scheinen aber immer einen inneren Wiederstand zu bieten, so das niemand sie ganz besitzen oder zähmen vermag. Manche Frauen scheinen diesen Typ Kajirus zu bevorzugen, sie lieben das Spiel mit dem Feuer, lieben es ihn zu reizen und zu benutzen und sehnen sich doch danach von ihm unterworfen zu werden. Diese Kajiri werden immer angekettet und rennen nicht an Ketten hinter zierlichen Frauen her, allerdings gibt man ihnen öfters als Frauen die Chance ihre Freiheit auf hoch riskannte Art wiederzugewinnen. Frauen die diese Art von Kajiri bevorzugen mögen die “schwächlicheren” Kajiri nicht, da diese kaum die Männlichkeit besitzen die sie so anziehend finden.

Der zweite Typ Kajirus ist vom Äußeren her ein Schwächling, der körperlich teilweise einer Frau unterlegen ist. Das macht er mit Klugheit und Charme, auch mit seiner Schönheit wieder wett. Das obige Zitat beschreibt eher diesen Typen (mein Char ist einer dieses Typs). Die eher schwächlichen Kajiri wollen idR keinen Willenskampf mit ihren Besitzern, weil sie genau wissen das sie ihn nur verlieren können. In dieser Kategorie findet man also eher Männer, die sich mit ihrem Schicksal abgefunden haben, die tief in ihrem Inneren wissen, sie können niemals etwas anderes sein und nun versuchen das Beste draus zu machen. Einige Frauen bevorzugen diese Kajiri weil sie sich eben nach Sicherheit und einem Mann unter ihrer Fuchtel sehnen und der sie nicht irgendwann vielleicht zu seiner Sklavin macht, wenn er Lust drauf hat (also der ideale Ehemann auf der Erde 😛 ). Stattdessen sind diese Kajiri für sie oft ihre loyalsten Vertrauten, die ihr mit Körper und Geist zur Verfügung stehen müssen und meist auch wollen.
Gegner dieser Art von Kajirus sagen, das der Mangel an “Männlichkeit” ihre Anwesenheit schon nach kurzer Zeit schrecklich langweilig macht.

Beide Typen Sklaven können aus einer Zucht kommen, allerdings werden nur die starken Kajiri zur Weiterzucht benutzt.
Aber bei beiden Arten von Kajiri ist ihre Existenz gesellschaftlich nicht gerne gesehen. Mal davon abgesehen das viele Kajiri nicht viel von sich halten, da sie entweder selber zu schwach sind oder weil sie ihre Ehre verloren haben und die gerechte Strafe dafür nun die SKlaverei ist, die sie mit Stolz tragen müssen, obwohl sie dieses Dasein verabscheuen (das ist Tarl in Raiders of Gor passiert).
Männliche Sklaven sind für viele Goreaner das Verdrehen der “natürlichen” Gesetze, in der die Frauen automatisch die Sklaven/Diener der Männer sind und nicht umgekehrt.
Sie hassen diese Sklaven und behandeln sie meist nicht wirklich gut. Ausnahmen bestätigen die Regel. Und auch die Sklaven selber stecken oft voller Zweifel, ob sie nicht vielleicht doch eines Tages fliehen würden und wenn ja wohin mit ihnen usw.

Natürlich gehört zum alltäglichen Dasein eines Kajirus auch, das er glücklich seiner Herrin servieren darf, das er vielleicht gar so sehr verliebt in sie ist das er sich alles gefallen lässt.
Aber man sollte nie vergessen das ein Sklave nicht unbedingt HARMLOS und NETT und SEXY sein muss um ein guter Kajirus zu sein. Dazu gehört auch ein bischen Konflikt, der Kampf mit sich selber.

Man sollte sich dazu von den Illusionen befreien als Kajirus gäbe es besonders viel Sex und man brächte dafür nie was zu tun (die Illusion haben nebenbei auch viele Kajirae).
In erster Linie ist Gor ein soziales RP das heißt wenn man sich als Sklave nicht nützlich zu machen weiß außer durch rumsitzen und posen dann wird man schnell ignoriert.

Erfindet am besten keine allzu übertriebene Hintergrundgeschichte, nur um irgendwie aus der Menge herauszustechen. Erfindet keine haarsträubenden Gründe warum euer Kajirus einen Katzenschwanz hat oder pechschwarze Haut und weiße Haare. Ich weiß das viele sich als etwas besonderes fühlen- was sie aber nicht sind! Besonders exotisches Aussehen und die seltsamsten Accesoires schrecken eher ab, eine Diva Attitüde (ich bin etwas besonderes, los kommt und bewundet meinen Tanz!) ebenso.

Seid einfach ihr selber, das macht euch vor anderen besonders, auch wenn man warscheinlich als Sub am Anfang ziemlich verschüchtert ist (war ich auch). Aber traut euch im kleinen anzufangen und andere zu eurem Rollenspiel einzuladen.
Ihr könnt Fremden eine Stadtführung anbieten oder euch ganz normal mit anderen Sklavinnen anfreunden. Oftmals sind wegen der vielen Sklaven alle Freien heillos ausgelastet, dann gibt es dennoch andere Möglichkeiten als sich wieder auszuloggen oder dem Gespräch der Freien zuzuhören (oder scheiße bauen zu müssen- sowas erregt nur negative Aufmerksamkeit und nervt nach einigen Wiederholungen andere einfach nur).

Überlegt was könnt ihr tun, um anderen damit eine Freude zu machen. Wie kann man sich nützlich machen.
Oft gilt man leider als Herumtreiber wenn man mit anderen Kajirae um den Block zieht und tratscht (was zweifellos wichtig ist 😉 ) naja man könnte überlegen einen sponatanen Tanz auf dem Marktplatz zu machen, Blumen zu sammeln und zu verkaufen und viele andere Dinge mehr. Seid zu Freien einfach höflich und zuvorkommend (die meisten reagieren abweisend sobald man frech und forsch ist) betont beim emoten nicht nur immer eure schönen Seiten sondern auch eure Fehler, weil andere auf so etwas viel leichter einsteigen können und anfangen können darüber mit euch zu interagieren.

Das war das Wort zum Dienstag und nun sollte alles wieder gut werden 😉 Ta-Sardar-Gor
Me’shan

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One thought on “Was einen Kajirus ausmacht

  1. […] ich meine, guten Artikel über kajiri (=Mehrzahl von kajirus) geschrieben. Unter dem Titel “Was einen kajirus ausmacht” schreibt er recht ausführlich über die kajiri auf Gor. Dieser Eintrag wurde […]

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