Tipps + Tricks: Die eigene Shape

Es gibt Dinge in Secondlife, die kann jeder bauen. Dazu gehört die eigene Shape. Es sind einfach Schieber die man sich schön schieben kann. Wenn man aber nicht irgendeine Shape bauen will, sondern eine gute Shape, gibt es einige Dinge, die zu beachten das ganze wesentlich leichter machen. Zunächst ist das menschliche Auge darauf eingestellt andere Menschen als solche zu erkennen. Viele Avatare aber sehen aus wie Puppen: Viel zu große Augen, Riesenbrüste und ellenlange Beine bei den Frauen, Breites Kreuz, kleiner, fast eimerähnlicher Kopf und schmalste Hüften bei den Männern. Schlimmer als Ken und Barbie.
Im täglichen Umgang habt ihr aber vielleicht schon gemerkt das euch Avatare mehr ansprechen die eher aussehen wie echte Menschen. Und es ist eine simple Wahrheit: Je menschlicher ein Avatar aussieht- nicht nur von der Shape, sondern insgesamt- Augen, Haare, Kleidung, Bewegungen- desto schöner und echter wirkt er in unseren Augen.

Das meiste für das Aussehen leistet jedoch der Skin- die Haut die jeder trägt. Jede Shape muss auf den Skin der auf ihr liegt abgestimmt sein. Meist sind das nur Details, wie der Mund und die Augen die nachträglich verändert werden müssen. Ich gehe im weiteren jedoch davon aus das man seinen Skin bereits bei der Hand hat und für diesen Skin eine Shape baut, die den eigenen Vorstellungen entspricht.

Einige Größenverhältnisse für eine realistische Shape:

erstmal eine bescheidene Inspiration finden. Ihr seht, selbst Brad Pitt sieht recht schmal aus – man würde sagen normal 😉 Und wer keinen Bodybuilder bauen will sollte es einfach mit sich selbst im Spiegel versuchen. Als erstes baut man seine erste Version der Shape mit (Rechtsklick-Edit-Appearance) mit ein paar Tipps die weiter unten beschreibe. Seid euch gewiss- das Ergebnis wird sich im Laufe der Zeit verändern, wenn man sich an den Anblick gewöhnt hat und einem kleinere Details auffallen, die man noch ändern könnte. Ändert allerdings immer nur 1-2 Schieber um geringe Mengen. Dann wartet einige Zeit bis zur nächsten Änderung. So geht ihr sicher, das ihr euch nicht “verschoben” habt. Gerade im Gesicht findet man immer wieder Kleinigkeiten, die man verändern kann.

Zunächst aber ein paar grobe Größenverhältnisse, an die ihr die Shape orientieren könnt. Nebenbei hat jeder Avatar in der Library frei modifizierbare Shapes. Sie bilden einen guten Ausgangspunkt für das Bauen der eigenen Shape. Gekaufte Shapes haben idR no Trans oder gar auch no Modify ( ihr wisst, was ich von no modify halte…) O_o. Lasst am besten die Finger davon, die meisten Shapes die ihr so seht könnt ihr euch relativ einfach selber bauen. Das ist alles eine Sache der Übung und ein bisschen Wissen über Anatomie. Hier mal ein paar Dinge die mir geholfen haben:

– Die Handflächen/Hände sind so groß, das sie grob vom Kinn bis zum Haaransatz gehen. Unterschätzt das nicht- viele Männerhände sind viel zu klein.

-Füße: Das Diktat der no modify-Schuhindustrie sagt: Männer haben Fußgröße 20 oder 30 (auf dem Schieber), Frauen 0 oder 10. Wer oft barfuß läuft oder modify Sandalen/Schuhe trägt kann die Zahl gerne etwas raufsetzen. Leider sehen die SL-Füße immer aus wie degenerierte Klumpen, dagegen lässt sich wenig machen. Aber man sollte bei einer Seitenansicht des Avatars schon den Eindruck haben, er könnte auf seinen Füßen stehen. ((vgl. Nr. 4))

-Der Kopf passt 8-9 mal in die Gesamtlänge des Körpers (bei großen Leuten) oder ca 6-7 Mal (bei kleinen Leuten wie den meisten Frauen). ((siehe Ziffer 1 auf dem Bild))

– Augen: Realistisch gesehen sollten Augen eher kleiner als größer sein. Ungefähr so groß das sie einem beim Betrachten des Gesichts nicht gleich ins Auge springen. Es gibt bei Miriel z.B. ein dickes Augenpaket umsonst (heißt zwar Demos aber ist 1a benutzbar). Dort sind kleinere, realistischere Augen dabei, die für Männer super sind, für viele Frauen auch. Man sollte seine Augenöffnung immer so groß machen, das die Iris oben und unten von Augenlidern bedeckt ist und an den Seiten genug weiß zu sehen ist. Im Gesicht sollten die Augen von vorne betrachtet den gleichen Abstand zur Nase wie zu den Seiten haben. Augen die weiter auseinanderliegen wirken leicht unheimlich, die zu eng liegen sehen leicht dümmlich aus. Man muss sehen wie man das am besten einstellt. ((vgl. Nr. 5))

– die Schultern sind ungefähr so breit als würde ein weiterer Kopf neben dem mittleren sitzen. ((vgl. Nr. 3))

-die Arme gehen bis zum oberen drittel der Oberschenkel

-Die Beine sind genausolang wie Torso und Kopf zusammen. Ein bischen länger, so 20%+ ist im Rahmen, Frauen können auch ruhig längere Beine haben (mehr als doppelt so lang die Oberkörper+ Kopf sieht dann allerdings eher nach Anime aus). Aber- gerade Männer sollten ihre Beine nicht zu lang machen und darauf achten das sie einen eher kompakten Körperbau haben. also nicht zu langgezogene Extremitäten und auch mehr Körpermasse.

-Das Gesicht/Kopf: Hier wirds knifflig. Ein Kopf ist ungefähr rund oder oval. Bei den Augen und beim Mund sollte man drauf achten das die Abstände ungefähr gleich sind. also das der Mund in der Mitte zwischen Kinn und Nase liegt und die Augen in der Mitte zwischen Nase und Gesichtsrand liegen ((wenn man von vorne draufblickt, vgl. Nr.2)). Kleinere Abweichungen machen das Gesicht interessant- aber zuviel ist zuviel. Den Unterschied zu sehen ist eine reine Übungssache, aber es kann helfen wenn ihr euch Bilder oder Gemälde anseht. Ein gesicht sollte nicht nur aus riesen Augen, einer Winznase und einem Schmollmund bestehen. In erster Linie besteht ein Gesicht aus Haut, nicht aus Augen 😉 Wenn ihr das Gefühl habt ihr blickt eurem Avatar beim ersten, zweiten und dritten Hinsehen nur auf den Mund, dann ist er warscheinlich zu groß 😉

Körpermasse und Kurven: Bei Männern mehr als Frauen lohnt es sich, Muskeln nicht nur über die entsprechenden Regler einzustellen, sondern gerade auch durch Körper- Körperbreite (das ist das erste Menü in das ihr kommt wenn ihr die Shape editieren wollt). Die meisten Männer sind etwas breiter gebaut und ein kleiner Bauch, so 5 rum, schadet ebenfalls nie. absolut flache Bäuche sehen unnattürlich aus find ich- dasselbe gilt bei Frauen ( auch wenn diese meist ein gutes Auge bei Shapes haben). Und man sollte bedenken das Körpermasse hängt- nicht unsexy das versichere ich euch- aber ein bischen schon. größerer Busen hängt immer etwas und der Riesenpopo sollte nicht aussehen als könnte man darauf ein bier abstellen. hier gilt ebenfalls weniger ist mehr. Ganz wenig ist aber zu wenig 😉 Maximalwerte sehen gelinde gesagt richtig unnattürlich und scheiße aus. Fett auf 0 die beine auf 100 und tadaaa ihr habt den verbreitesten Fehler begangen den man machen kann. Ein weiteres schmollippiges Klappergestell mit Atombusen wird die Welt bevölkern…und alle werden sich wieder ähnlich sehen- wie karrikaturen von Menschen, dem Bild, das man tagtäglich in den Medien sieht.

Tipp: kontrolliert bevor ihr Änderungen abspeichert eure Shape von allen Seiten. gerade im Profil springt eine Knollennase heraus, während man von vorne kaum etwas sieht.

-Tipp: Wer androgyne Männershapes erstellen will, die sich so ein bischen an japanische Bishonen anlehnen (moi z.B. ist so einer), oder einen Mann will, der extrem zierlich ist (was mit den Männershapes bekloppt aussieht), dem rate ich, eine Frauenshape zu benutzen. Brüste auf 0, breitere Schultern und obige Faustregeln beachten. Gute Inspirationen findet man in einem Shape Laden namens Higgeldy Piggeldy.

-Tipp: Kein Gesicht ist absolut symmetrisch. kleine sachen wie ein auge 1 punkt größer zu machen als das andere fallen nicht auf, man MERKT aber den Unterschied 😉

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